Eine Solaranlage für Strom, also eine Photovoltaikanlage oder kurz PV-Anlage, mit 10 Kilowatt-Peak (kWp) kostet in Deutschland etwa 12.000 bis 25.000 Euro. Ein passender Batteriespeicher kommt mit etwa 4.000 bis 7.000 Euro dazu. Das sind die Spannen der Energieberatung der Verbraucherzentrale.
Je größer die Anlage, desto weniger kostet das einzelne kWp. Kilowatt-Peak ist die Spitzenleistung der Solarmodule unter Normbedingungen. Mehrwertsteuer fällt für Anlagen auf Wohnhäusern seit 2023 keine an.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Anlage mit 10 kWp kostet etwa 12.000 bis 25.000 Euro.
- Je kWp sinkt der Preis mit der Größe: von rund 2.090 Euro bei 4 bis 6 kWp auf rund 1.410 Euro bei 9 bis 10 kWp.
- Ein Batteriespeicher kostet etwa 300 bis 700 Euro je Kilowattstunde Speicherkapazität, eingebaut.
- Für Anlage, Speicher und Montage auf Wohnhäusern gilt 0 % Mehrwertsteuer.
- Was Ihre Anlage kostet, hängt von Dach, Gerüst, Zählerschrank und Komponenten ab.
- Stand 15.10.2026
- Quellen am Ende des Artikels
Was kostet eine PV-Anlage je kWp?
Der Preis je kWp sinkt deutlich mit der Größe der Anlage. Feste Kosten wie Planung, Gerüst und Anmeldung verteilen sich bei einer größeren Anlage auf mehr Module.
Die Verbraucherzentrale hat 71 echte Angebote aus der Zeit von Januar 2025 bis August 2026 ausgewertet. Die Durchschnittspreise ohne Speicher:
| Größe der Anlage | Durchschnittspreis je kWp |
|---|---|
| 4 bis 6 kWp | 2.090 € |
| über 6 bis 8 kWp | 1.820 € |
| über 8 bis 9 kWp | 1.520 € |
| über 9 bis 10 kWp | 1.410 € |
| über 10 bis 12 kWp | 1.290 € |
| über 12 bis 14 kWp | 1.240 € |
| über 14 bis 16 kWp | 1.220 € |
| über 16 kWp | 1.010 € |
Die Verbraucherzentrale weist selbst darauf hin: Die Tabelle zeigt vor allem, wie der Preis mit der Größe sinkt. Ein aktuelles Angebot für Ihr Dach kann davon abweichen.
Was kostet ein Batteriespeicher?
Ein Batteriespeicher kostet eingebaut etwa 300 bis 700 Euro je Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität, mit fallender Tendenz. So beziffert die Verbraucherzentrale die Preise für Speicher ab 5 kWh.
Auch beim Speicher sinkt der Preis je kWh mit der Größe. In den ausgewerteten Angeboten kostete ein Speicher mit 4 bis 6 kWh im Durchschnitt 510 Euro je kWh, einer mit 12 bis 16 kWh 360 Euro je kWh. Ob sich ein Speicher für Sie lohnt, lesen Sie im Ratgeber zum Batteriespeicher.
Welche Steuern fallen an?
Für die Lieferung und Montage einer PV-Anlage auf einem Wohnhaus gilt seit dem 1. Januar 2023 ein Mehrwertsteuersatz von 0 %. Das gilt auch für den Speicher und für die Komponenten, die für den Betrieb wesentlich sind (§ 12 Absatz 3 Umsatzsteuergesetz).
Die Voraussetzung gilt als erfüllt, wenn die Anlage laut Marktstammdatenregister höchstens 30 kWp hat. Das Marktstammdatenregister ist das amtliche Verzeichnis der Bundesnetzagentur für Stromerzeuger.
Auch die Einkommensteuer fällt für die meisten Hausbesitzer weg. Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit sind steuerfrei, insgesamt bis 100 kWp je Person (§ 3 Nummer 72 Einkommensteuergesetz).
Was macht eine Anlage teurer?
Neben Modulen und Wechselrichter bestimmen die Gegebenheiten vor Ort den Preis. Häufige Posten sind:
- ein Gerüst, besonders bei hohen oder steilen Dächern
- ein komplizierter Dachaufbau mit Gauben, Kaminen oder mehreren Dachflächen
- der Umbau des Zählerschranks
- ein intelligentes Messsystem: Für Anlagen über 7 bis 15 kW darf es höchstens 130 Euro brutto im Jahr kosten (§ 30 Messstellenbetriebsgesetz)
- eine Wallbox oder ein Speicher, die gleich mit eingebaut werden
Wie können Sie die Anlage finanzieren?
Die Förderbank KfW vergibt mit dem Programm 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ einen Kredit für PV-Anlagen und Speicher. Einen Zuschuss des Bundes für private Anlagen gibt es nicht.
Für den KfW-Kredit stellen Sie den Antrag über Ihre Hausbank, und zwar bevor Sie den Auftrag vergeben. Die Zinsen ändern sich laufend; Stand 09.10.2026 begannen sie bei 4,45 % effektiv. Was die Länder fördern, steht im Ratgeber zur Förderung.
Wie finden Sie einen fairen Preis?
Am sichersten vergleichen Sie mehrere Angebote für dieselbe Leistung. Achten Sie darauf, dass Leistung in kWp, Speichergröße, Gerüst und Zählerschrank in jedem Angebot gleich behandelt sind.
solar-guide.de empfiehlt: Rechnen Sie jedes Angebot auf den Preis je kWp um. So sehen Sie schnell, ob ein Angebot aus dem Rahmen fällt.
Wir vermitteln Ihre Anfrage an bis zu drei passende Fachbetriebe. Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich: Angebote vergleichen.
Häufige Fragen und Antworten
Was kostet eine PV-Anlage mit 10 kWp?
Etwa 12.000 bis 25.000 Euro, ohne Speicher. Das ist die Spanne der Energieberatung der Verbraucherzentrale. In den ausgewerteten Angeboten lag der Durchschnitt für 9 bis 10 kWp bei rund 1.410 Euro je kWp.
Muss ich auf eine PV-Anlage Mehrwertsteuer zahlen?
Nein, wenn die Anlage auf oder bei einem Wohnhaus steht. Seit 2023 gilt dafür ein Steuersatz von 0 %, auch für Speicher und Montage.
Gibt es einen Zuschuss vom Staat?
Vom Bund nicht, aber einen Kredit der KfW. Einzelne Länder, Kommunen und Regionalverbände zahlen eigene Zuschüsse. Den Überblick gibt der Ratgeber zur Förderung.
Warum ist eine kleine Anlage je kWp so teuer?
Weil Planung, Gerüst, Anmeldung und Montage zu einem großen Teil feste Kosten sind. Bei einer kleinen Anlage verteilen sie sich auf wenige Module.
Quellen
- Verbraucherzentrale: Was kostet eine Photovoltaikanlage?, Stand 28.08.2026
- Energieberatung der Verbraucherzentrale: Photovoltaik, abgerufen 15.10.2026
- Verbraucherzentrale: Ratgeber zu Batteriespeichern für Photovoltaikanlagen, Stand 02.07.2026
- Umsatzsteuergesetz § 12 Absatz 3 und Einkommensteuergesetz § 3 Nummer 72, geltende Fassung, abgerufen 15.10.2026
- Messstellenbetriebsgesetz § 30, geltende Fassung, abgerufen 15.10.2026
- KfW: Erneuerbare Energien – Standard (270), Konditionen Stand 09.10.2026


